MBLZ
„Basketball macht Schule“ – Hinter diesem Slogan verbirgt sich nicht nur ein konkretes Projekt, in welchem sich zwei starke Partner der Herausforderung stellen jungen Menschen erspektiven und Chancen zu eröffnen, vielmehr verbirgt sich dahinter eine eigene Philosophie, die auch gesellschaftlich relevant ist und für ein besonderes Menschenbild einsteht.
Das Mädchen Basketball Leistungs-Zentrum Marburg e.V. (MBLZ Marburg) und das Landschulheim Steinmühle haben gemeinsam ein Konzept entwickelt, das die Charakterbildung von jungen Menschen prägt und sie zu selbstständigen, unabhängigen und selbstbewussten Persönlichkeiten, welche ihre Zukunft eigenverantwortlich gestalten und ihr Handeln auch zum Wohle einer Gemeinschaft ausrichten, formt.
Die Bedeutung dieser traditionellen Werte ist gerade in der Gegenwart für alle Teile der Gesellschaft aktueller denn je. Derzeit erleben Eltern und deren Kinder eine massive Verunsicherung hinsichtlich der Gegebenheiten, unter denen die Entwicklung sozialer Kompetenzen in Schulen, Familien und Vereinen gewährleistet werden sollen. Die Schulzeitverkürzung und die damit einhergehende Konzentration auf Leistungsfähigkeit im kognitiven Bereich, steht im Gegensatz zum ganzheitlichen Bildungs- bzw. Erziehungsanspruch, den die Gesellschaft an die Schulen und Eltern richtet und geht meist zu Lasten außerschulischer Aktivitäten im sozialen, musischen oder sportlichen Bereich.
Aktuelle Studien bestätigen, dass durch die Verkürzung der Schulzeit und die resultierende Ausweitung des Unterrichts auf den Nachmittag bzw. der erhöhte Förderbedarf der SchülerInnen, die Mitgliederzahlen in den Jugendabteilungen der Vereine rückläufig sind. Gleichzeitig nimmt die Anzahl der Nachwuchssportler im Hochleistungsbereich, die eine schulische Ausbildung oder sogar ein Studium abschließen, stetig ab. Dies ist nicht auf die mangelnde Leistungsfähigkeit der Sportler zurückzuführen, sondern vielmehr auf eine einseitige Förderung.
Die Steinmühle und das MBLZ haben nun ihre Kompetenzen vereinigt und stellen hier einen Gegenentwurf vor, der darauf abzielt, trotz schwieriger Voraussetzungen mit einem ganzheitlichen Konzept diese Ziele zu erreichen und unseren Schülerinnen eine Lebensperspektive zu eröffnen, in welcher sie eine gute Ausbildung mit dem Leistungssport verbinden können. Wir möchten zeigen, dass trotz der Schulzeitverkürzung ganzheitliche Bildung und Leistungssport kein Widerspruch sein muss.
Davon profitiert nicht nur der Jugendliche als Individuum, sondern auch das soziale Umfeld und letztendlich auch die Gesellschaft, die durch gut ausgebildete Akademiker mit besonderer Lebenserfahrung in einer Internatsgemeinschaft sowie in einer Mannschaftssportart im Leistungsbereich großen Gewinn schöpft.
Überzeugen Sie sich daher in dieser Broschüre von einer Idee, die nicht nur für ein Konzept, sondern auch für einen Paradigmenwechsel in der bildungs- und sportpolitischen Debatte in Deutschland einsteht.
Christine Hellkötter, 1. Vorsitzende des MBLZ
Sascha Buurman, Internatsleiter


































































