LEH-Internate

Dies Kürzel "LEH" steht für eine Vereinigung von 21 selbstständigen Landerziehungsheimen (20 in Deutschland und eines in der Schweiz), deren jüngstes Mitglied die Steinmühle ist.
Die Bezeichnung „Landerziehungsheim“ geht auf Hermann Lietz zurück. Er wählte sie für die erste Schule dieser Art, die er 1898 gründete, weil mit diesem einen Wort drei wichtige Elemente des pädagogischen Konzepts benannt und miteinander in Verbindung gebracht sind:
Landerziehungsheime sind Wohnschulen (Internatsschulen), die absichtsvoll nicht in Städten, sondern auf dem Land liegen - oft in sehr eindeutig geprägten Landschaften. Wie Ihre Gründer sind die Landerziehungsheime heute der Überzeugung, dass es nicht gleichgültig ist, in welcher Umwelt ein junger Mensch aufwächst und welche Eindrücke ihn dort prägen.
Landerziehungsheime sind Wohnschulen, die Erziehung, also eine umfassende Persönlichkeitsbildung, für ihre wichtigste Aufgabe halten. Sie wollen die „Kopflastigkeit“ und einseitige Überbewertung von intellektuellen Leistungen vermeiden, die der Normalschule mit Recht vorgeworfen werden.
Landerziehungsheime sind Wohnschulen, die nicht „Institute“ oder „Anstalten“ sein wollen, sondern ein Heim, ein Ort also, an dem man als Kind oder Jugendlicher „heimisch“ werden und sich wohl fühlen kann.

s. Steinmühle: Geschichte

Link: Vereinigung Deutscher Landerziehungsheime e.V. www.leh-internate.de